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Ein Gemeinschaftsprojekt von Wildtier- und Artenschutzstation e.V. & aktion tier - menschen für tiere e.V., anerkannt und gefördert durch das Land Niedersachsen  
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Neben der Tätigkeit für die Belange des Tier- und Artenschutzes nimmt die Umweltpädagogik einen hohen Stellenwert in unserer Arbeit ein:
Begeisterung und Verständnis für die Natur zu wecken ist dabei oberstes Ziel. Im Rahmen unserer Aktionstage (siehe Termine) werden Kinder und Jugendliche spielerisch an die verschiedenen naturbezogenen Themen herangeführt. Hierbei vermitteln unsere Mitarbeiter wichtige Kenntnisse über die Lebensweise der verschiedenen Tierarten. Der Zuspruch für die angebotenen Aktionstage ist häufig so groß, dass Zusatztermine angeboten werden müssen.
In Zusammenarbeit mit der Heinz-Sielmann-Stiftung haben wir im Oktober 2005 eine Jugendgruppe der Sielmanns-Natur-Ranger gegründet, deren Teilnehmer sich regelmäßig bei uns auf dem Stationsgelände treffen (siehe „Sielmanns Natur-Ranger“), um gemeinsam die Natur zu entdecken und eigene Projekte zum Natur- und Artenschutz zu verwirklichen.

Juli 2011
Sommerrallye: Ferienkinder sind der Natur auf der Spur

Bei wahrhaft sommerlichen Temperaturen trafen sich die Ferienkinder auf dem Gelände der Wildtierstation. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Jahreszeiten-Rallye“ galt es, die Natur auf dem Stationsgelände zur Sommerzeit zu erkunden.

Im Teich auf dem Stationsgelände wimmelt es im Sommer von kleinen Wassertieren. Und so gab es beim gemeinsamen Keschern viel zu entdecken. Außer Wasserläufern, Rückenschwimmern und Libellenlarven wurden auch einige Wasserfrösche gefangen. Eine tolle Gelegenheit, deren Körperbau und insbesondere die Schwimmhäute einmal ganz aus der Nähe zu betrachten.

Die Sommerzeit ist auch die Zeit der Kräuter. Bereits in ihrer Einladung hatte Biologin Karin Peter versprochen, die Kinder in die Geheimnisse der Kräuterhexe einzuweihen. Und so erfuhren die Teilnehmer unter anderem, dass der Spitzwegerich als „Wiesenpflaster“ bei Insektenstichen hilft. Eifrig wurden verschiedene Kräuter gesammelt und bestimmt. In der Pause gab es Butterbrote mit Gänseblümchen-Auflage. Und der Tee mit frischen Zitronenmelisse-Blättern erhielt von den Kindern Bestnoten.

Da die Sommerzeit auch die Zeit der Jungtiere ist, führte der Weg natürlich auch in die Jungtieraufzucht der Auffangstation. Dort wurden gerade die kleinen Eichhörnchen gefüttert. Im Nebenraum waren die Mitarbeiter damit beschäftigt, den Mauersegler-Nachwuchs zu versorgen. Einige Jungvögel sind nach der Handaufzucht bereits draußen im Freiflug. Doch die kleinen Rauchschwalben betteln auch nach ihrer Freilassung immer noch nach Futter und begeisterten durch ihre Zutraulichkeit.


Eine tolle Gelegenheit, den Frosch einmal ganz aus der Nähe zu betrachten. Anschließend wurde er wieder ins nasse Element entlassen.

 

Mai 2011
Wer singt denn da?
Beim Aktionstag sind Frühaufsteher gefragt

„Alle Vögel sind schon wach – du auch?“ Unter diesem Motto veranstaltete die Wildtierstation einen Aktionstag für junge Nachwuchsornithologen.

„Ich bin schon um fünf Uhr zusammen mit meinem Papa aufgestanden!“, berichtete Maja, die es gemeinsam mit Torben, Alexandra und Juliane so früh morgens aus dem Bett getrieben hatte. Bereits um sieben Uhr hielten sie mit Ferngläsern bewaffnet auf dem Stationsgelände nach den vielen verschiedenen Singvögeln Ausschau.

Vor allem ging es aber darum, die Ohren weit aufzusperren. Unter Anleitung von Diplombiologe Stefan Sauer lernten die Kinder die Stimmen von Buchfink, Amsel, Kohlmeise und Co. kennen.
Von den vielen Stimmen, die im Wald des Stationsgeländes erklangen, ließen sich bei der kleinen Forschergruppe allerdings nur eine Mönchsgrasmücke und ein Kolkrabenpärchen blicken. Damit sich die Kinder auch ein Bild von den vielen anderen Vogelarten machen konnten, hatte Stefan Sauer ein Bestimmungsbuch mit Abbildungen der einzelnen Tiere dabei. Ein Blick in die Volieren der Mäusebussarde und Uhus durfte natürlich auch nicht fehlen.

Das frühe Aufstehen hat sich für die Kinder gelohnt, während der Morgenstunden ist der Gesang der Vögel am intensivsten. Mit ihrem feinen Gehör erkannten die jungen Forscher sogar die Stimme des seltenen Wintergoldhähnchens.

"Ohren und Augen auf!", hieß es beim Aktionstag in der Wildtierstation

 

Mai 2011
Junge Forscher auf Spurensuche

Unter dem Motto „Wer war denn das?“ haben sich in der Wildtierstation fünfzehn junge Forscher auf Spurensuche begeben.

Aber es wurde nicht nur nach Spuren gesucht, sondern auch nach einem Namen für die freche Eule mit Lupe, die als Maskottchen den Forscher-Pass ziert, den jeder Teilnehmer erhält.

Gemeinsam mit Biologin Karin Peter erkundeten die Kinder die verschiedenen Tierspuren auf dem Gelände. Sie erfuhren, dass neben den Fußspuren auch Bauten, Nester und Hinterlassenschaften der Tiere als Fährten gelesen werden können. So hatte ein Specht unter der Rinde von Ästen nach Insekten gesucht. Den Eichhörnchen auf dem Stationsgelände kamen die Fährtenleser anhand von abgenagten Tannenzapfen auf die Spur und ein Igel verriet seine Anwesenheit durch kleine Kothaufen.

Am Teich wurde das Trittsiegel von einem Reh entdeckt. Eine weitere Fußspur gab der Gruppe ein kleines Rätsel auf: ein Abdruck von einer ziemlich großen Pfote. Es wurde viel geraten. Marder, Fuchs oder sogar Wolf? Karin Peter löste das Rätsel schließlich auf: Der Pfotenabdruck stammte von Vilma, dem Hund des Stationsleiters.

Zum Abschluss erhielten die Kinder ihren Forscher-Pass und jeder schrieb seinen ganz persönlichen Namensvorschlag für die Forscher-Eule auf eine Postkarte. Alle Vorschläge werden am Ende der Saison an einer Verlosung teilnehmen.


Ein großer Pfotenabdruck am Ufer des Teiches

 

 
Der Forscherpass wird in Augenschein genommen


April 2011
Frühjahrsrallye und Forscherpass
Aktionstag in der Wildtierstation

In den Osterferien halten die Mitarbeiter der Wildtierstation ein spannendes Veranstaltungsprogramm für Kinder und Jugendliche bereit. Unter dem Motto „Der Natur auf der Spur“ soll im Rahmen der neuen „Jahreszeiten-Reihe“ die Natur auf dem Stationsgelände im Jahresverlauf beobachtet werden. Welche Pflanzen sind zu finden, welche Tiere sind aktiv? Insgesamt fünfzehn Teilnehmer hatten sich für die Frühjahrsrallye angemeldet und warteten voller Tatendrang vor dem Stationstor.

Für die Kinder gab es viel zu entdecken: Igel, die aus ihrem Winterschlaf erwacht sind, erste junge Frösche und Molche am Teich, Fledermäuse und einige andere Gäste der Wildtierstation. „Wenn ihr ganz leise seid, dürft ihr auch bei der Fütterung der kleinen Eichhörnchen zusehen.“ Dieses Versprechen wirkte, und alle waren mucksmäuschenstill, als Mitarbeiterin Ricarda Pietruski die vier jungen Eichhörnchen versorgte. Eines der flinken Tiere wollte nicht still halten, machte sich selbstständig und kletterte auf die Schulter der Mitarbeiterin. „Ich glaube, das Eichhörnchen fühlt sich bei Ricarda so wohl, weil ihre Haare die gleiche Farbe haben“, vermutete eine junge Teilnehmerin.

„Keine Angst, das ist kein Test - wir sind ja hier nicht in der Schule!“ Mit einem Schmunzeln verteilte Diplom- Biologin Karin Peter anschließend Fragebögen an die Teilnehmer. Dabei galt es, gemeinsam einige Fragen zu den zuvor besuchten Tieren zu lösen. Aber auch Kreativität war gefordert. Aus Weidenzweigen wurden kleine Osternester geflochten, die dann – mit Moos ausgepolstert und mit Ostereiern gefüllt – mit nach Hause genommen werden konnten.

Stolz nahmen die Kinder zum Abschluss noch ihren Forscher-Pass in Empfang. Die Teilnahme an einem Aktionstag wird jeweils durch einen Stempel bestätigt. Sind fünf Stempel gesammelt, erwartet die jungen Natur-Forscher eine kleine Überraschung.

 

April 2011
"Pützelzwerge" in der Wildtierstation
Waldkindergarten übernimmt Tierpatenschaft

Die „Pützelzwerge“ aus dem Waldkindergarten Bückeberg e.V. sind regelmäßige Gäste in der Wildtierstation in Sachsenhagen. Trotz einzelner heftiger Regenschauer gingen die Kleinen auch dieses Mal gut gelaunt auf Entdeckungsreise. Vor allem die exotischen Reptilien hatten es ihnen angetan. „Oha! Guck mal was für ne riesige Schlange da ist“, riefen sie erstaunt, als sie den Netzpython im Gehege entdeckten. Aber auch Turmfalke und Zwergmäuse wurden mit großer Begeisterung aus der Nähe bewundert. „Diese Begeisterungsfähigkeit ist ansteckend“, meinte Diplombiologe Wolfgang Nülle, der die Kinder auf ihrem Rundgang begleitete.
Nachdem der Kindergarten in den vergangenen Jahren schon Patenschaften für mehrere Eichhörnchen übernommen hatte, wollten die Kinder sich dieses Mal als „Eulenpaten“ engagieren. Stolz präsentierten sie ihre Patenurkunden, die demnächst die Bauwagen der Pützelzwerge zieren werden.

 

Stolz präsentieren die „Pützelzwerge“ ihre Patenschaftsurkunden.

März 2011
"Forscher-Pass" für Kinder und Jugendliche
Wildtierstation bietet Umweltbildung mit Spiel und Spaß

Umweltbildung macht Spaß! Diesem Anspruch will das Team der Wildtierstation auch in diesem Jahr gerecht werden. Die Themenauswahl verspricht spannende Erlebnisse auf dem Stationsgelände. Die Veranstaltungen werden von den Diplom-Biologen Wolfgang Nülle und Stefan Sauer sowie ihrer neuen Kollegin Karin Peter geleitet.

Gemeinsam haben die Mitarbeiter ein Paket neuer Themen und Aktionen geschnürt. Eine tolle Neuigkeit ist sicher der „Forscher-Pass“. Im handlichen Format finden die Teilnehmer hier eine Übersicht aller Termine. Die Teilnahme wird jeweils durch einen Stempel bestätigt. Sind fünf Stempel gesammelt, erwartet die jungen Natur-Forscher eine kleine Überraschung.

Neu ist auch die „Jahreszeiten-Rallye“. Im Jahresverlauf wird die Natur auf dem Stationsgelände beobachtet. Welche Pflanzen sind zu finden, welche Tiere sind aktiv? Den Start macht Karin Peter mit der „Frühjahrsrallye“ am 18. April von 14 bis 17 Uhr. Am 28. April geht es dann von 14 bis 17 Uhr auf „Spurensuche“. Gemeinsam werden Tierspuren gesucht und Gipsabdrücke angefertigt.

Am 29. April bietet Stefan Sauer um 7 Uhr unter dem Motto „Alle Vögel sind schon wach – du auch?“ eine Vogelstimmen-Exkursion auf dem Stationsgelände an. Nachmittags ab 14 Uhr dreht sich dann alles um Reptilien. Es geht darum, die Entwicklung der Reptilien und ihre speziellen Anpassungsleistungen kennen zu lernen.
Unter dem Motto „Schnurfüßer und Saftkugler“ lädt Wolfgang Nülle am 6. Mai von 14 bis 17 Uhr zu einer Entdeckertour in die geheimnisvolle Welt der Insekten ein. Es werden Insektenstaubsauger sowie einfache Nisthilfen für Insekten gebastelt.

Insgesamt umfasst das Programm 21 Aktionen zu naturbezogenen Themen. Die Veranstaltungen wenden sich an Teilnehmer der Altersgruppe acht bis 14 Jahre. Die Teilnahme kostet fünf Euro.
Weitere Informationen über die Arbeit und Veranstaltungs-Angebote der Wildtierstation finden Sie unter "Termine". Anmeldungen sind erforderlich unter 05725 708730.


 

Ganz nah: Der Brillenkaiman ist am Reptilientag ein spannendes Beobachtungsobjekt.

Oktober 2010
Schlangentag in der Wildtierstation
Kinder entdecken die spannende Welt der Kriechtiere

Wer ganz mutig ist, kann beim Aktionstag in der Wildtierstation sogar eine echte Schlange anfassen. Bevor es allerdings an das lebende Tier geht, weiß Biologe Stefan Sauer den Kindern viel Spannendes und Wissenswertes rund um das Thema Schlangen zu erzählen.

Eignet sich eine Schlange als Haustier und wie ist sie artgerecht zu halten? Dazu sollen die Kinder ihre Phantasie spielen lassen, denn vor ihnen steht ein leeres Terrarium, das es nun „schlangengerecht“ einzurichten gilt. Vom Unterschlupf über Badebecken, bis hin zum geeigneten Bodengrund, der richtigen Temperatur und Lichteinstellung, lernen die Kinder unter Anleitung des Biologen den artgerechten Umgang mit einer Schlange.

Dann wird an einem anschaulichen Modell erklärt, weshalb Schlangen überhaupt züngeln. Die Tiere besitzen im Gaumen eine Vertiefung, das sogenannte Jakobsonsche Organ. Über die Zunge werden feinste Duftpartikel aufgenommen und zu diesem Organ geführt. Dadurch kann die Schlange ihre Beute aufspüren und sich in ihrer Umwelt orientieren. Danach testen die Kinder in einem Duftspiel ihren eigenen Geruchssinn. Nur mit der Nase versuchen sie, einer Duftspur zu folgen.

Im Anschluss wird der Exotentrakt der Wildtierstation erkundet. Die Teilnehmer staunen, als Stefan Sauer einen Königspython aus seinem Terrarium holt. Einige treten skeptisch einen Schritt zurück, aber schon heißt es „die ist ja gar nicht glitschig!“. Und dann trauen sich alle, das Tier einmal anzufassen und sind hellauf begeistert.

 

Die Kinder sind zunächst skeptisch, als Stefan Sauer einen Königspython aus dem Terrarium holt.

Juni 2010
Der Nerz kehrt zurück!
Aktionstag für Ferienkinder

Unter dem Titel „Der Nerz kehrt zurück“ hatte die Wildtierstation Ferienkinder eingeladen, mehr über diese fast ausgestorbene Tierart zu erfahren. Gemeinsam mit der Biologin Dagmar Schlemm erlebten die zehn Teilnehmer einen spannenden Nachmittag mit vielen Informationen sowie Spiel und Spaß rund um die Familie der Marder. Denn hierzu zählt der Nerz, genau wie Dachs, Hermelin, Mauswiesel, Fischotter, Steinmarder und Iltis. Der direkte Kontakt zu den Tieren faszinierte die Kinder. Sie konnten zusehen, wie ein junger Dachs mit der Flasche gefüttert wird, streichelten ein Steinmarderbaby, lernten Mauswiesel und Frettchen kennen und sahen bei der Fütterung der Nerze zu. Dabei erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über Biologie und Lebensraum der kleinen Raubtiere. Sie wissen nun, warum der Nerz in unseren Bereichen verschwunden ist und dass die Wildtierstation durch die Teilnahme an einem Zucht- und Wiederansiedlungsprojekt dabei hilft, dass der Europäische Nerz am Steinhuder Meer wieder heimisch werden kann. In dem Nerzgehege auf dem Stationsgelände gibt es bereits Nachwuchs, der später ausgewildert werden soll.

Den Kindern hat es offensichtlich gut gefallen. Ein Mädchen sagte beim Abschied: „Toll, heute habe ich vier Tiere kennen gelernt, die ich vorher noch nie gesehen habe!“

 
Den jungen Marder möchten die Kinder am liebsten als Haustier mitnehmen!


Mai 2010
Auf der Suche nach dem Teichmolch

"Wir haben auch ganz viele Molche bei uns im Garten.", und: "Bei Oma habe ich auch schon Molche gesehen." Einige der 7-12jährigen Teilnehmer des Aktionstages in der Wildtierstation hatten schon einmal Molche gesehen. Staunend erfuhren Sie, dass es vier heimische Molcharten gibt und lernten die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale kennen.

Besondere Aufmerksamkeit galt dabei dem Teichmolch, dem Lurch des Jahres 2010, einem stillen Bewohner heimischer Gräben, Teiche und Tümpel. In der Wildtierstation werden zurzeit einige Exemplare in einem Aquarium gehalten - natürlich mit einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung der Naturschutzbehörde – und können dort beobachtet werden. Von der Biologin Dagmar Schlemm erfuhren die Kinder interessante Details über diese Amphibien, die ihr Leben als Larve im Wasser beginnen und nach einer Metamorphose an Land weiter leben.

Beobachtung der Molche im Aquarium

Mit Keschern, Eimern und Unterwassersehrohren ausgerüstet, ging es dann an den Gewässern auf dem Stationsgelände zum praktischen Teil über. "Hier sollen wir suchen?" Etwas misstrauisch schauten die Kinder in das trübe Wasser des schmalen Grabens. Das änderte sich aber schnell, als die ersten Rufe ertönten: "Ich habe einen Molch gefangen!“, „Ich auch!“ 

 
Spannende Einblicke mit Unterwassersehrohren

Teichmolche und Bergmolche wurden dann in durchsichtigen Eimern bestaunt. Vorsichtig hielten die Kinder ihre nassen Hände aneinander, so dass eine Brücke entstand, auf der die Molche laufen konnten. Natürlich wurden alle Tiere anschließend wieder in die Freiheit entlassen.

Zum Abschluss wurde das erworbene Wissen in einem Quiz vertieft und die Teilnehmer durften Poster vom Teichmolch mit nach Hause nehmen.

Eine Brücke aus Händen für die Molche

April 2010
Detektive in der Wildtierstation
Kinder erleben spannende Spurensuche


Vierzehn Kinder haben sich in der Wildtierstation auf Spurensuche begeben. Denn auch wenn wildlebende Tiere scheu sind und sich gut verstecken, so kann man doch eine Menge Spuren finden, die sie auf ihrem Weg zurücklassen. Unter Anleitung von Biologin Dagmar Schlemm lernten die jungen Detektive, genau hinzuschauen und entdeckten Gewölle, Vogelnester sowie Rindenstücke mit Fraßgängen von Käferlarven. Angenagte Fichtenzapfen bewiesen, dass hier zuvor ein Eichhörnchen auf Futtersuche war. Die gesammelten Beweismittel wurden zur „Forschungsstation“ in den Umweltpavillon gebracht.


 
In der „Forschungsstation“ werden die gesammelten Fundstücke inspiziert.


Anschließend erlernten die Kinder spielend schnell Trittsiegel von Reh, Wildschwein, Hase, Fuchs und vielen anderen zu unterscheiden. Die Bedingungen waren ideal, denn am Tag zuvor hatte es geregnet und der Boden war wunderbar für Tierspuren aufgeweicht. Mit Gips und Wasser ausgerüstet ging es dann zum praktischen Teil über. Am Feldrand galt es Spuren zu sichern. Immer schärfer wurde der Blick: " Hier, hier ist eine Rehspur!", „Ich habe eine Fuchsspur gefunden, kommt alle schnell her!“, tönten die Stimmen der Spurendetektive. Höhepunkt war sicherlich die Dachsspur, deren Finder viele neidische Blicke auf sich zog. Die Spuren wurden mit Gips gesichert und jeder Spurendetektiv durfte seine Spur stolz mit nach Hause nehmen.

Januar 2010
Kinder beobachten Vögel an der Futterstelle

„Ich hatte schon gedacht, wir sind die ganze Zeit draußen in der Kälte ...“, äußerte ein Teilnehmer seine Bedenken. Doch beim Aktionstag „Vögel an der Futterstelle“ konnten die Kinder in der Wildtierstation das emsige Treiben am Vogelhäuschen ganz bequem mit Ferngläsern und Spektiv vom Fenster aus beobachten.

Wahrscheinlich hatte die Sorge vor den kalten Temperaturen weitere Interessierte davon abgehalten, sich auf den Weg in die Wildtierstation zu begeben. So hatte Diplombiologe Stefan Sauer für die drei Teilnehmer Jeremias, Eduardo und Ricardo dafür umso mehr Zeit. Gemeinsam bestimmten sie Feldsperlinge, Blau- und Kohlmeisen, Sumpfmeisen, Tannenmeisen, einen Kleiber sowie einen Buntspecht. Bei einigen war sogar deutlich ein kleiner Ring am Bein erkennbar, mit dem die Vögel in der Wildtierstation vor der Auswilderung gekennzeichnet werden.

 
Bei der Blaumeise ist deutlich der kleine Ring der Vogelwarte Helgoland erkennbar, mit dem die Vögel in der Wildtierstation vor der Auswilderung gekennzeichnet werden.
(Lodzig-Naturfoto)

Stefan Sauer gab Auskunft, welche Vogelarten welches Futter fressen und worauf bei der Fütterung zu achten ist. Anhand von Bildern und Schädelpräparaten sahen die Kinder, wie die Vogelschnäbel sich entsprechend der Ernährungsweise verschieden ausgebildet haben.

In der Zwischenzeit fanden sich immer wieder neue Gäste am Futterhaus ein. Besonders eindrucksvoll war der Kernbeißer mit seinem wuchtigen Schnabel. Lustig ging es zu, wenn die Kinder sich über die Beobachtungen verständigten: „Welcher Vogel ist das da?“ – „Wo denn?“ – „Da, beim Busch ...“ und dann war der Vogel doch schon wieder woanders…

Das Jahresprogramm der Wildtierstation umfasst 34 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche zu naturbezogenen Themen.
 

August 2008
Fledermausnacht in der Wildtierstation

Eine besondere Überraschung erwartete die Teilnehmer der Fledermausnacht, die sich am frühen Abend in der Wildtierstation trafen: Zwei Zwergfledermäuse, die als Babys in der Station eingeliefert worden waren, sollten in dieser Nacht ausgewildert werden!

Aber vorher gab es noch einiges zu tun:  „Das Puzzlestück gehört hierhin - nein, der Flügel muss hier hin“... gar nicht so einfach ein Puzzle zu lösen, wenn zehn Kinder gleichzeitig daran arbeiten! Aber natürlich klappte es zum Schluss und die Biologin Dagmar Schlemm erklärte anhand der „Puzzlefledermaus“ den besonderen Körperaufbau dieser fliegenden Säugetiere.

Fledermaus-Puzzle
    

Dass sich Fledermäuse anhand des Echos ihrer Ultraschallrufe orientieren, wussten fast alle Kinder. Wie sich eine Fledermaus dabei fühlt, erfuhren sie beim beliebten Fledermaus-Motte Spiel. Jeder durfte einmal Fledermaus sein und musste versuchen, sich mit verbundenen Augen nur mit dem Gehör zu orientieren und die „Mücken“ zu fangen. Dabei stellten die Eltern bevorzugt „Bäume“ und „Sträucher“ dar, denen ausgewichen werden musste.

Spiel
    

Aber da waren ja auch noch die Fledermausquartiere, die gebaut und mitgenommen werden konnten. Auch hier halfen die Kinder ihren Eltern fleißig. Zum Schluss wurden die Quartiere noch mit Dachpappe ummantelt. Das ist besonders wichtig, denn Fledermäuse mögen überhaupt keine Zugluft! Anschließend konnte eine Fledermaus, die als Dauerpflegegast in der Station lebt aus nächster Nähe angesehen und vorsichtig gestreichelt werden.

Nistkastenbau

Mit BAT-Detektoren, speziellen Geräten, die Ultraschalllaute für Menschen hörbar machen, ausgerüstet startete die Gruppe dann bei Einbruch der Dämmerung am Hagenburger Kanal. Mit dabei die beiden Zwergfledermäuse, die ausgewildert werden sollten. Es dauerte eine Weile, aber dann war endlich eine Gruppe jagender Zwergfledermäuse geortet, denen sich die beiden Pfleglinge anschließen sollten.
„Der Kasten vibriert ja richtig“, staunte ein Teilnehmer der den Fledermauskasten trug. Die beiden Zwergfledermäuse kommunizieren mit ihren Artgenossen, stellte die Biologin mit Hilfe des BAT-Detektor fest. Es war ein schönes Gefühl, die Tür zu öffnen und den beiden die Freiheit zu schenken. Während die erste Zwergfledermaus sofort wegflog, fraß die andere erst noch den größten Mehlwurm, der in der Futterschüssel vorhanden war. Dann klappte sie die Flügel auf und startete. Eine Weile belauschten die Teilnehmer die Gruppe jagender Zwergfledermäuse, dann ging es weiter zu den Wasserfledermäusen am Hagenburger Kanal. Hier konnten vier Wasserfledermäuse bei ihrer Jagd dicht über der Wasseroberfläche beobachtet und „belauscht“ werden.

Auswilderung
    

 

Juli 2008
Ferienkinder basteln "Insektenhotels"
Wunstorfer Ferienpassaktion in der Wildtierstation

Acht Kinder waren zum „Insektentag“, einer Ferienpassaktion der Stadtjugendpflege Wunstorf, in der Wildtierstation erschienen. Von dem Dauerregen unbeeindruckt lauschten sie den Erläuterungen der Biologin Dagmar Schlemm, die zunächst am Insektenhotel Einblicke in das Brutverhalten von Wildbienen und Solitär-Wespen gab. Die Kinder entdeckten, dass die Bewohner des Insektenhotels bereits viele Brutröhren belegt und mit Lehm verschlossen haben. Anhand eines Schaukastens erklärte die Biologin den Innenaufbau einer Brutröhre und den Jahreszyklus der Roten Mauerbiene. Im Anschluss bauten die Kinder eifrig eigene kleine Insektenhotels, die sie mit nach Hause nehmen konnten.

Begeisterung rief auch der Bau von Insektenstaubsaugern hervor, die natürlich sofort ausprobiert wurden. Mit diesem Hilfsmittel lassen sich kleine Insekten sehr schonend einfangen. Und so gingen die Kinder mit ihren Insektenstaubsaugern, Käschern und Aufbewahrungsdosen ausgerüstet auf Insektensuche. Dabei wurden auch Blätter mit Galläpfeln gefunden. Eine Galle wurde vorsichtig geöffnet und zum Erstaunen der Kinder, „Da ist ja was drin!“, kam die Larve einer Gallwespe zum Vorschein.

Der im Naturlehrpfad vorhandene Schaukasten mit einem lebenden Bienenvolk war eine weitere Attraktion. Es dauerte eine ganze Weile, aber endlich war auch die mit einem roten Punkt gekennzeichnete Königin gefunden. „Die ist ja viel größer als die Anderen“, staunten die Kinder. Zum Abschluss wurde im Tipi-Zelt noch ein Ameisenquiz veranstaltet, das die Kinder gemeinschaftlich souverän beantworten konnten.

Bienenschaukasten

Am Bienenschaukasten suchten die Kinder nach der gekennzeichneten Bienenkönigin.


Juli 2008
Ferienpassaktion "Amphibien und Reptilien"
Kinder aus der Samtgemeinde Sachsenhagen besuchen Wildtierstation

Die Wildtierstation beteiligt sich neben vielen anderen Ferienaktionen auch am Programm der Samtgemeinde Sachsenhagen. So trafen sich bei strahlendem Wetter fünfzehn Ferienkinder auf dem Stationsgelände, um Näheres über Amphibien und Reptilien zu erfahren. Gut gelaunt starteten alle Teilnehmer mit Käschern ausgerüstet am Naturlehrpfad, um sich dort zunächst auf die Suche nach Fröschen und Kröten zu machen. „Letztes Jahr waren hier Hunderte“, bestätigte Lukas Ruppelt, ein begeisterter Teilnehmer vieler Aktionstage. Doch dieses Mal waren trotz intensiver Suche nur wenige Frösche am Teich zu finden. Auch mit den Käschern wurden „nur“ Teller- und Schlammschnecken sowie verschiedene Wasserkäfer zutage gefördert.

Aufbruch
    

Nach einer Pause auf der Tipi-Wiese ging es zu den Reptilien. „Da sieht man ja die Wirbelsäule!“, staunten die Kinder beim Blick in einen hohlen Schildkrötenpanzer und lauschten den Erläuterungen der Biologin Dagmar Schlemm über den Aufbau eines Panzers. Natürlich wurden auch lebendige Landschildkröten angesehen. Welches Futter sie fressen und warum Sonnenlicht so wichtig für die Schildkröten ist, waren nur einige der vielen Fragen, die beantwortet werden konnten.

Schildkröte
    

Bei einem Rundgang durch die Innenräume der Wildtierstation wurden Leguane, Warane, Tejus und Pythons gezeigt. Die Kinder lernten, dass Schlangen von den Echsen abstammen. Und Dagmar Schlemm lieferte anhand einer echten Python-Schlangenhaut gleich den Beweis. Denn hier war die sogenannte Afterklaue als Überbleibsel einer ursprünglichen Extremität deutlich zu sehen.
Schnell war die Zeit verflogen und zum Abschluss konnten die Kinder Origami-Frösche aus Papier falten und als Erinnerung mitnehmen.


 

März 2008
Eulentag
Kinder erleben Eulen "hautnah"

"Oh, ist der weich"! Ganz vorsichtig streichelten die Kinder einem Waldkauz über die Federn. Sechzehn Kinder waren zum Eulentag in die Wildtierstation gekommen, um unter der Leitung der Biologin Dagmar Schlemm vieles über die Biologie und die Lebensweise dieser lautlosen Jäger der Nacht zu erfahren. 

Waldkauz
    Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Ulli Hausser zeigt den Kindern einen Waldkauz.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei der Schneeeule und den Uhus in ihren Volieren. Eindrucksvoll zeigte der Uhu als größte Eule der Welt seinen fast lautlosen Flug. Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz. Beim Eulenspiel tobten viele "Mäuse" über die Wiese, die von einer unterschiedlichen Anzahl von „Eulen“ gefangen werden mussten.

Eine ruhige Hand erforderte anschließend die Untersuchung der Eulengewölle. Um herauszufinden, was Eulen fressen, wurden Gewölle auseinander genommen und die winzigen Knöchelchen zu einem Skelett zusammengesetzt. Dabei kam sogar ein fast komplettes Mausskelett zustande. Zum Schluss erhielten alle Teilnehmer einen Eulenpass, der begeistert in Empfang genommen wurde.

Gewölle untersuchen
    Konzentriert untersuchen die Kinder die Eulengewölle.

 

Oktober 2007
Rund um den Igel

Insgesamt drei Igeltage hatte die Wildtierstation während der Herbstferien in ihrem Veranstaltungsprogramm angeboten. Und so erlebten viele Kinder interessante Stunden auf dem Stationsgelände mit vielen Informationen und viel Spaß „rund um den Igel“.

„Ein bisschen Theorie muss sein“, sagte Biologe Stefan Sauer und berichtete zunächst über die Nahrung des Igels, seinen Winterschlaf, seine Feinde und vieles mehr. Beim Igelspiel wurden die Kinder dann kurze Zeit später so richtig aktiv.

Nachdem sich alle ausgetobt hatten, wurden Igelhäuser gebaut, die jeder zu Hause leicht nachbauen kann. Gemeinsam wurden dann in der Futterküche allerlei Leckereien für eine Igelmahlzeit zusammengestellt. Anschließend konnten die Kinder in den Pflegeräumen der Station aus nächster Nähe zusehen, wie das selbst zubereitete Futter von den Igeln verputzt wurde.

Nach einem so aufregenden Tag gab es zu Hause bestimmt viel zu erzählen und wenn die Teilnehmer des Igeltages nun “ihren“ Igel im heimischen Garten wieder sehen, dann wissen sie viel mehr über den stachligen Gesellen.

Gruppenfoto


September 2007
Geheimnisvolle Welt der Fledermäuse

Fledermäuse sind Geschöpfe der Nacht und inspirierten schon Autoren zu „Dracula“ und „Batman“. Bei bestem Fledermauswetter trafen sich 18 Teilnehmer in der Wildtierstation zu einer Exkursion, um unter Anleitung der Biologin Dagmar Schlemm mehr über die Lebensweise dieser geheimnisvollen Tiere zu erfahren. Alle in Deutschland heimischen Fledermausarten sind bedroht und haben daher einen besonderen Schutzstatus. Fledermäuse fliegen durch die Nacht, um Insekten zu erbeuten. Doch wie finden sie sich bei stockdunkler Nacht zurecht? Spielerisch erfuhren Kinder und Erwachsene, wie sich Fledermäuse durch Echoortung orientieren und ihre Beute fangen. Dann wurden Fledermauskästen für den Einsatz im heimischen Garten gebaut. Laut hallten die Hammerschläge der Kinder auf dem Stationsgelände. Im Pflegebereich der Wildtierstation konnten eine Bartfledermaus sowie ein Kleiner Abendsegler aus nächster Nähe betrachtet werden. Auf diese Weise bestens vorbereitet startete die Gruppe bei Einbruch der Dämmerung gut gelaunt und mit mehreren BAT-Detektoren ausgerüstet zur eigentlichen Exkursion am Hagenburger Kanal. Dort konnten bei einem wunderschön gefärbten Abendhimmel zahlreiche Wasserfledermäuse, Abendsegler, Breitflügelfledermäuse und später auch Zwergfledermäuse bei der Jagd beobachtet werden. Mit den Detektoren wurden die Ultraschalllaute der jagenden Tiere für die Teilnehmer hörbar. Die Kinder waren kaum fortzubewegen, so fasziniert waren sie. Als die Teilnehmer den Rückweg antraten, war es bereits stockfinster und da keiner über die Fähigkeiten der Echoortung verfügte, war der Einsatz der mitgebrachten Taschenlampen dringend notwendig...

Fledermaus-Puzzle
    
Beim Fledermaus-Puzzle erfahren die Kinder
viel über den Körperbau dieser nachtaktiven Tiere.


August 2007
Ferienpassaktion Wunstorf
Amphibien und Reptilien

Bei recht kühlem Wetter zogen die Teilnehmer der Wunstorfer Ferienpassaktion mit Kescher und Becherlupen ausgerüstet los, um im Wald nach Fröschen und Kröten zu suchen. Am Anfang stürmten alle los und fanden natürlich keinen Frosch. Aber langsam merkten alle, dass man langsam gehen und genau hinsehen muss, wenn man kleine Tiere entdecken will. Die Begeisterung wuchs mit jedem Frosch, der gefunden wurde.

Die kleinen diesjährigen Grasfrösche, nicht größer als 3 cm, riefen wahre Begeisterungsstürme hervor: "Oh sind die niedlich", und „wie fühlen die sich denn an?". Aber auch winzige junge Erdkröten wurden gesichtet und in den Becherlupen neugierig von allen Seiten betrachtet. Klar, dass die Tiere danach wieder behutsam frei gelassen wurden.

kleiner Frosch

Anschließend ging es zu den Reptilien in den Stationsgebäuden der Wildtierstation. Bartagamen und Schildkröten fühlen sich ganz anders an als Frösche. Spielerisch erfuhren die Kinder jede Menge über die unterschiedliche Lebensweise von Amphibien und Reptilien.
Am Ende waren sich alle einig, dass die Zeit viel zu schnell verflogen war.   

August 2007
Ferienkinder aus Hemmingen besuchen die Wildtierstation

Die Wildtierstation beteiligt sich neben vielen anderen Ferienpassaktionen auch am Programm der Stadt Hemmingen.
So erlebten fünfzehn Kinder einen interessanten Tag auf dem Stationsgelände. Der Vormittag stand ganz unter dem Motto „Reptilien und Amphibien“, der Nachmittag war dem Thema „Der Vogel und sein Gefieder“ gewidmet.

Kindgerecht erläuterten die Biologen Dagmar Schlemm und Stefan Sauer  den Sechs- bis Zwölfjährigen die Aufgaben und Besonderheiten der Wildtierstation. Zuerst zögerlich, dann aber immer mutiger waren die Kinder, als es darum ging, eine Königspython anzufassen: „Und wie fühlt sie sich an?“ „Gar nicht glitschig!“ „Ganz glatt und warm!“, waren die Aussagen der begeisterten Kinder, während die Würgeschlange sich um den Arm der Mitarbeiterin wand. Mit großem Interesse wurden dann die Landschildkröten in den Außengehegen betrachtet und die kleinen Besucher staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass die Maurische Landschildkröte ein Lebensalter von 70 Jahren erreichen kann.

Maurische Landschildkröte
    


Juli 2007
Auf den Spuren von "Frosch & Co."
Aktionstag in der Wildtierstation

Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Eimern und Keschern haben sich fünfzehn Ferienkinder in der Wildtierstation auf die Spuren von Frosch & Co. begeben.
Unter Anleitung von Stefan Sauer nahmen die Kinder Wasserproben in den Tümpeln, Gräben und Teichen auf dem Betriebsgelände. Dann ging es mit Binokularen und Becherlupen auf Entdeckungsreise in die Welt der Kleinstlebewesen im Wasser. Mit Eifer waren die Kinder dabei, zählten z.B. die Beinpaare der Tiere und versuchten, anhand der Bestimmungs-Karten die vielen kleinen Wassertiere zu identifizieren. So konnte eine Vielzahl verschiedener Insektenlarven, Wasserflöhe und anderer Kleinstlebewesen bestimmt werden, die im Übrigen eine sehr gute Wasserqualität anzeigen. Besonders beeindruckt waren die Kinder von den kräftigen Mundwerkzeugen einer großen Gelbrandkäferlarve, die sie kurzerhand „Nessie“ nannten.

Genau hinsehen...
    

Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer e.V., die ihre FÖJ-Teilnehmerin Anke Waldner sowie zwei Praktikanten zur tatkräftigen Unterstützung für diesen Aktionstag freistellte.


Juli 2007
Kinder tümpeln im Stationsteich
Ferienpass in der Wildtierstation

Die Wildtierstation beteiligt sich neben vielen anderen Ferienaktionen auch am Programm der Stadt Hannover. Zusammen mit Eltern und Großeltern erlebten zahlreiche Kinder einen interessanten Vormittag auf dem Stationsgelände. Biologe Wolfgang Nülle erläuterte den Sechs- bis Zwölfjährigen humorvoll und kindgerecht die Aufgaben und Besonderheiten der Wildtierstation. Anschließend konnten die Ferienkinder mit dem Kescher Kleinstlebewesen aus dem Stationsteich fischen. Überrascht und mit großem Interesse beobachteten sie Molchlarven und Wasserskorpione. „Im August komme ich wieder und beobachte Eulen.“, sagte der elfjährige Fabian am Schluss der Veranstaltung.

am Insektenhotel
Am Insektenhotel beantwortet Wolfgang Nülle die Fragen der Kinder.
(Das Insektenhotel ist ein Projekt der Sielmanns Natur-Ranger)

Juli 2007
Flügelspannweite des Seeadlers beeindruckt
Grundschulkinder erleben Projekttage in der Wildtierstation

Die Wildtierstation ist in diesen Tagen Ziel von insgesamt 45 Schülern und Schülerinnen der Klassen 1 bis 4 der Grundschule Hagenburg. Im Rahmen der Projekttage verbringen sie ihren Schultag nicht in den Klassenzimmern, sondern erleben an drei Tagen die unterschiedlichsten Angebote unter dem Motto „Natur“. Der Besuch in der Wildtierstation ist dem Thema „Der Vogel und sein Gefieder“ gewidmet. Dort werden die Kinder von den Biologen Dr. Dagmar Schlemm und Wolfgang Nülle in Empfang genommen. Bei einem Rundgang auf dem Stationsgelände können in den Volieren Bussarde, Falken, Uhus und auch eine Schneeeule aus der Nähe betrachtet werden.

Später finden die Kinder selber heraus, dass die Beschaffenheit der Federn der Grund für den lautlosen Flug der Eulen ist: „Oh, ist die kuschelig weich!“, heißt es beim Befühlen einer Uhufeder. Dennoch ist die Feder wasser- und luftundurchlässig. Beim genauen Betrachten unter dem Binokular sind deutlich die kleinen Feder-Ästchen sichtbar, die wie ein Klettverschluss fest verbunden sind. Der Test veranschaulicht: Den Kindern gelingt es nicht, die Flamme einer Kerze durch eine Feder hindurch auszupusten.

Milan
    Anhand eines Greifvogelmodells erläutert Dagmar Schlemm den Kindern die Größe und Spannweite des Rotmilans.

Um den Schulkindern einen Eindruck von der Größe und der Spannweite der Greifvögel zu vermitteln, halten die Biologen verschiedene hölzerne Vogelsilhouetten bereit. Besonders beeindruckend ist das Modell eines Seeadlers mit seiner Flügelspannweite von mehr als zwei Metern. So weit die Kinder auch die Arme ausbreiten, diese Spannweite erreichen sie nicht! Dann schon eher der Rotmilan - oder der Mäusebussard? Eifrig werden die Spannweiten von Seeadler, Milan, Mäusebussard und Turmfalke verglichen.

Sonja
    So sehr Sonja sich bemüht, die Flügelspannweite des Seeadlers erreicht sie nicht!

Zum Abschluss malen die Kinder noch ein Vogel-Bild.
Auf die Frage: „Und was macht Ihr morgen?“, tönt es begeistert: „Angeln!“, „Naturpark!“, „Förster!“, „Wasservögel!“.
Projekttage sind eine tolle Sache...

Größenvergleich

 
 

Oktober 2006
Kinder und Igel - ein Igeltag in der Wildtierstation

Unsere Praktikantin Svenja Runge hat die Kinder bei einem Igeltag begleitet und den nachfolgenden Bericht verfasst...

Die Sonne scheint, als die ersten Kinder am frühen Nachmittag vor dem Tor der Wildtierstation ankommen. Zunächst finden sich alle auf der großen Wiese zu einer Begrüßungsrunde zusammen und dann beginnt Biologe Stefan Sauer, den Igel und seine Gewohnheiten vorzustellen. Interessiert hören die Kinder zu, was er über die Herkunft, den Bestand und den Lebensraum des Igels berichtet. Gemeinsam wird überlegt, was der Igel so frisst und wo man ihn überall finden kann. Gespannt betrachten sie den Igel, den Stefan Sauer zum Anschauen geholt hat - jetzt können die Kinder selber erkunden, welche Merkmale für dieses Tier typisch sind. Leider ist der Igel heute nicht sehr kooperativ und kugelt sich schnell zusammen. „5000-7000 Stacheln hat ein Igel“, erklärt Sauer und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „aber natürlich müssen die heute nicht nachgezählt werden!“ 

Igel

Dann können die Kinder selber Hand anlegen. Sie sollen, in zwei Gruppen aufgeteilt, selber einen Igelunterschlupf bauen. Mit großer Begeisterung wird getüftelt, angepasst und abgedichtet, die Igel sollen ja nicht frieren. Hierzu werden die kleinen Ritzen zwischen den Steinen mit Gras und Laub ausgestopft. Nun noch das Dach, eine Holzplatte, oben drauf – fertig!

Ein Unterschlupf wird gebaut

Anschließend geht es in die Futterküche, wo unter der Anleitung von Stefan Sauer aus Katzenmilch und Fencheltee die Milch für die jungen Igel angerührt und für die spätere Fütterung vorbereitet wird. Mit viel neuem Wissen treten die Teilnehmer nach drei Stunden den Heimweg an. Bis zum nächsten Igeltag!

 
 

Juli 2006
Minimonster in der Wildtierstation
VOX-Moderatorin Diana Eichhorn begleitet Aktionstag

Gleich mehrere Aktionstage standen zum Beginn der Sommerferien in der Wildtierstation auf dem Programm. Der Zuspruch war so groß, dass auch die Zusatztermine innerhalb kurzer Zeit ausgebucht waren.

Für die „Forschungsreise zu den Minimonstern“ hatte sich eine erwartungsvolle Kinderschar eingefunden. Besondere Überraschung für die Teilnehmer: Dieser Aktionstag wurde von VOX-Moderatorin Diana Eichhorn und ihrem Kamerateam begleitet, die einen Beitrag für die Sendung „hundkatzemaus“ vorbereiteten. 

Filmaufnahmen am Aktionstag

Biologe Stefan Sauer teilte die Kinder in drei Forscherteams ein und wies ihnen die Forschungsbereiche Wald, Wiese und Tümpel zu. Eifrig machten sie sich unter seiner Anleitung auf die Suche nach den verschiedenen Kleinstlebewesen in diesen speziellen Lebensräumen. Die Kamera war stets dabei, und zunächst war es gar nicht so einfach, den Hinweis von Diana Eichhorn zu beherzigen und die Kamera „einfach nicht zu beachten“. Bald wurden die ersten Funde gemeldet und Ameisen, Käfer, Libellen, Asseln, Spinnen und Würmer fanden den Weg in die Sammelgefäße, um später unter den Lupengläsern genau betrachtet und bestimmt zu werden.

Sammelgefäße

Bei einer Abschlussrunde stellten die einzelnen Forscherteams ihre Funde und Ergebnisse den anderen Teilnehmern vor und Stefan Sauer musste den Kindern noch viele Fragen beantworten. Anschließend wurden alle gesammelten Krabbeltiere wieder in die Freiheit entlassen. Eine letzte Aufgabe galt es noch zu bewältigen: Gemeinsam mit Diana Eichhorn sollte die nächste Sendung „hundkatzemaus“ angekündigt werden - als Dankeschön gab es Autogrammkarten für die Kinder.

Filmaufnahmen am Aktionstag

 Achung!
Geänderter Sendetermin "hundkatzemaus":

Samstag, 04. November 2006 um 18.30 Uhr auf VOX
 

Juli 2006
"Jäger der Lüfte" in der Wildtierstation
Kinder erleben Auswilderung von Mäusebussarden

Jedes Jahr werden in der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen viele verwaiste, kranke und verletzte Greifvögel und Eulen versorgt. Im Rahmen von zwei Aktionstagen erläuterten Jürgen Müller, Auszubildender zum Zoo-Tierpfleger, und Biologe Stefan Sauer die Jagdtechniken und Überlebenstricks der „Jäger der Lüfte“ und beantworteten die vielen Fragen der Kinder.

 Greifvögel und Eulen sind in ihrer Anatomie eng an ihre Beute und die damit verbundene Jagdweise angepasst. Aufmerksam beobachteten die Kinder Waldkäuze und Waldohreulen, die in den Volieren geräuschlos ihre Runden fliegen. Eulen sind als lautlose Jäger der Nacht bekannt, die besondere Struktur ihres Gefieders macht dies möglich. Zu den Taggreifvögeln gehört der Wanderfalke, den Jürgen Müller auf dem Falknerhandschuh präsentierte. Bei seiner Jagd auf fliegende Kleinvögel kann er sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen und ist für das Schlagen der Beute mit großen Fängen ausgestattet. Eifrig waren die Kinder dabei, die typischen Körpermerkmale von Sperber, Turmfalke und Mäusebussard zu vergleichen. Dabei wurde deutlich, dass für Greifvögel bei der Vorbereitung auf die Auswilderung artspezifisches Flugtraining und Beutefangübungen besonders wichtig sind.

 Zum Abschluss des Aktionstages wurde gemeinsam ein Mäusebussard in die Freiheit entlassen, der zuvor in der Wildtierstation gesund gepflegt worden war. Zufrieden schaute Jürgen Müller dem abfliegenden Greifvogel hinterher: „Der Bussard hat sich nach seiner Verletzung gut erholt und erhält jetzt eine zweite Chance.“

Jürgen Müller mit einem Wanderfalken
Jürgen Müller erläutert den Kindern am Beispiel eines Wanderfalken die speziellen Jagdtechniken dieser Greifvögel.

April 2006
Raus aus dem Winterschlaf!
Große Beteiligung am Aktionstag in der Wildtierstation

Rund um das Thema Winterschlaf ging es beim Aktionstag in der Wildtierstation, zu dem sich eine erwartungsvolle Kindergruppe eingefunden hatte. Unter der fachkundigen Obhut des Biologen Stefan Sauer lernten die 8-14jährigen Kinder bei einem Stationsrundgang die verschiedensten Pflegegäste kennen und erfuhren von deren überlebensstrategien in der nahrungsarmen und kalten Winterzeit. Interessiert beobachteten die Kinder die verwaisten kleinen Eichhörnchen, die von unseren Mitarbeitern mit der Flasche großgezogen werden. "Eichhörnchen fallen im Winter in einen tiefen Schlaf, können aber an wärmeren Tagen aufwachen und Nahrung zu sich nehmen," wusste Stefan Sauer zu berichten.

In zwei Bunkern der Wildtierstation herrscht zurzeit noch tiefste Ruhe, denn insgesamt 50 Igel halten dort bei Temperaturen unter 10 Grad ihren Winterschlaf, nachdem sie von unseren Mitarbeitern auf ein Körpergewicht von mindestens 500 Gramm angefüttert worden sind.

Auch 45 Schildkröten verbringen in den Bunkern ihre Schlafphase. Reptilien verfallen in eine Starre, sobald die Umgebungstemperatur unter einen bestimmten Wert absinkt. Stefan Sauer machte deutlich, dass das Aufwachen mit steigenden Temperaturen ganz langsam vor sich geht. Eifrig waren die Kinder dabei, als einige Landschildkröten aus ihrem Winterquartier geholt und in der Sonne sorgsam aufgewärmt und gebadet wurden.

Stefan Sauer und Igel
Die Igel werden langsam aus dem Winterschlaf geweckt.

Januar 2006
Winterfütterung
Aktionstag für Kinder und Jugendliche in der Wildtierstation

Welche Regeln bei der Winterfütterung zu beachten sind und welche Futtersorten am Vogelhaus zum Einsatz kommen, erklärte Diplom-Biologe Stefan Sauer. Denn die verschiedenen Vogelarten stellen unterschiedliche Ansprüche an das Futter. Als Alternative zu den herkömmlichen Meisenringen wurden gemeinsam „Futtertöpfe” hergestellt. Begeistert rührten die Kinder in einem großen Kochtopf ein Gemisch aus Rindertalg und Körnern zusammen, mit dem dann kleine Tontöpfe gefüllt wurden. Nachdem die Masse abgekühlt und erhärtet war, konnten die Töpfe nach Hause mitgenommen werden, um sie dort im Garten oder auf dem Balkon als Futterspender für Meisen aufzuhängen.

Viel Spaß hatten die Kinder bei der Beobachtung der Vögel an dem großen Futterhäuschen in der Wildtierstation. Nachdem Stefan Sauer die Handhabung der Ferngläser erklärt hatte, konnten Kohlmeisen, Sumpfmeisen, Blaumeisen und Feldsperlinge beobachtet und bestimmt werden.
Futterstellen kann man im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon einrichten. Sie sollten geschützt vor Regen, Wind und Schnee sein. Die Futterstelle muss regelmäßig kontrolliert, gesäubert und von alten oder aufgeweichten Futterresten befreit werden, denn verdorbenes Futter kann Krankheitserreger übertragen.

Winterfütterung

Oktober 2005
Igeltag: Mehr Wissen über Igel schafft Verständnis

Wieder einmal herrschte große Nachfrage beim Igeltag in der Wildtierstation. Auch die Zusatztermine waren schnell belegt.
Unsere Teilnehmerin im Freiwilligen ökologischen Jahr Maria Rusche hat die Kinder bei einem Igeltag begleitet und den nachfolgenden Bericht verfasst...

in den Pflegeraeumen
In den Pflegeräumen der Wildtierstation können Igel aus nächster Nähe betrachtet werden.

„Wir haben auch einen kleinen Igel im Garten!“ hörte man von fast allen Teilnehmern, aber dennoch wussten nur wenige viel mehr über die kleinen Gesellen zu berichten, als dass sie Stacheln haben. Um das zu ändern hatten fünfzehn Kinder in der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen im Rahmen des Igeltages drei Stunden lang die Möglichkeit, spielerisch mehr über den Igel zu erfahren und alles zu fragen, was sie schon immer über Igel wissen wollten.

Während die Gruppe am Anfang noch bei den Indianerzelten in der Herbstsonne saß und dort vom Biologen Stefan Sauer viel Interessantes über die Nahrung des Igels, seine Feinde und vieles mehr erfuhr, wurden die Kinder kurze Zeit später beim Igelspiel so richtig aktiv.

Nachdem sich alle ausgetobt hatten, wurden zwei Igelhäuser gebaut, die jeder zu Hause leicht nachbauen kann.

Igelhuette

Gemeinsam suchten die Kinder dann im Wald unter dem Laub nach Käfern, Schnecken und anderen Leckereien für die Igel. Anschließend konnten die Kinder in den Pflegeräumen der Station aus nächster Nähe zusehen, wie das selbst zubereitete Futter von den Igeln verputzt wurde.

Waldsuche

Nach einem so aufregenden Tag gab es zu Hause bestimmt viel zu erzählen und wenn die Teilnehmer des Igeltages nun „ihren“ Igel im heimischen Garten wieder sehen, dann wissen sie viel mehr über den stachligen Gesellen.

 

Juli 2005
„Horst” begeistert die Kinder
Aktionstag „Jäger der Lüfte” in der Wildtierstation

Rund um das Thema Greifvögel ging es an diesem Aktionstag bei uns in der Wildtierstation. Eine erwartungsvolle Kinderschar hatte sich eingefunden, um viel Interessantes über die "Jäger der Lüfte" zu erfahren.

Jedes Jahr werden in der Wildtierstation viele verwaiste, kranke und verletzte Greifvögel und Eulen versorgt. Bei einem Rundgang über das Stationsgelände konnten die Kinder unter der Obhut von Dipl.-Biologe Stefan Sauer die Turmfalken und Uhus in den Außenvolieren in Augenschein nehmen.

Der Uhu, die größte europäische Eulenart und Vogel des Jahres 2005, stand dann zunächst im Mittelpunkt. Vor einem CD-Spieler lauschten die Kinder gespannt dem Ruf der Eule und erfuhren eine Menge über die Unterschiede zwischen Eulen und Greifvögeln. Stefan Sauer erläuterte insbesondere die verschiedenen Jagdmethoden und untersuchte gemeinsam mit den Kindern Gewölle.

Dann hatte „Horst” seinen großen Auftritt. Als kleines Küken wurde er im Frühjahr in der Wildtierstation aufgenommen und großgezogen, nun ist er zu einem stattlichen Mäusebussard herangewachsen, holt sich aber gern noch bei unseren Mitarbeitern einen Leckerbissen ab. Stationsleiter Dr. Florian Brandes lockte den Bussard mit einer toten Maus, und die Kinder waren begeistert, als Horst über ihre Köpfe angeflogen kam, um sich das Futter zu holen.

Mäusebussard „Horst“
Stationsleiter Dr. Florian Brandes mit dem Mäusebussard „Horst“.

 

Mai 2005
Leben im Panzer
Erfolgreicher Schildkrötentag in der Wildtierstation

Eine erwartungsvolle Kinderschar hatte sich am Schildkrötentag in der Wildtierstation eingefunden, um mehr über die Panzertiere zu erfahren.

Bei einem Rundgang konnten die Kinder zunächst die Landschildkröten in den Außengehegen in Augenschein nehmen. Tierpfleger Thomas Fricke und Biologe Stefan Sauer erklärten, dass es sich hierbei um geschützte Arten handelt, und dass Landschildkröten nur aus legalen Zuchten erworben werden dürfen. Keinesfalls dürfen kleine Landschildkröten als Urlaubsmitbringsel aus dem Ausland mitgenommen werden. Die Kinder staunten, als sie erfuhren, dass die Lebenserwartung einer Landschildkröte bei 80 Jahren liegt. „Da liegt es auf der Hand, dass man sich die Anschaffung einer Schildkröte vorher gut überlegen muss”, bekräftigt Thomas Fricke. Denn die Tiere stellen auch besondere Ansprüche bei der überwinterung – einige Arten halten sogar einen richtigen Winterschlaf.

Die Wasserschildkröten in den Außenteichen sind meistens auf Tauchstation. Bei schönem Wetter liegen sie jedoch in der Sonne und wärmen sich. Für alle Schildkrötenarten ist das Sonnenlicht sehr wichtig, dies muss bei der Haltung unbedingt berücksichtigt werden. Werden Wasserschildkröten in einem Gartenteich gehalten, muss dieser durch einen Zaun abgesichert ein, da die Schildkröten gern auf Wanderschaft gehen und dann in unseren Gewässern die heimischen Arten verdrängen. So ist der Bestand der Europäischen Sumpfschildkröte durch ausgesetzte oder abgewanderte tropische Tiere stark bedroht. Im Handel erhältliche junge Wasserschildkröten wachsen schnell auf eine erhebliche Größe heran, wodurch die Haltung in einem Aquarium bald sehr schwierig wird. Bei dem Kauf von Wasserschildkröten muss man daher langfristig planen, denn die Tiere haben eine Lebenserwartung von 30 – 50 Jahren.

Schnappschildkröte
Tierpfleger Thomas Fricke zeigt: „Das wäre euer Finger gewesen !”

Verschiedene exotische Varianten wie Weichschildkröten und Schnappschildkröten konnten die Kinder dann in den Innenräumen der Wildtierstation bestaunen. Mit einem Stöckchen demonstrierte Thomas Fricke, dass ausgewachsene Schnapp-Schildkröten kräftig zubeißen können: „Das wäre euer Finger gewesen!” Die Kinder schwiegen beeindruckt!

Schildkröte Schildkröte
Biologe Stefan Sauer erläutert, dass das Sonnenlicht für die Entwicklung des Schildkrötenpanzers besonders wichtig ist.

 

Mai 2005
Keine Bange vor der Schlange!
Erfolgreicher Aktionstag für Kinder in der Wildtierstation

Wie funktioniert die Rassel einer Klapperschlange? Diese und viele andere Fragen der Kinder beantwortete Tierpfleger Thomas Fricke im Verlauf des "Schlangentages". Unter den neugierigen Blicken der Kinder zeigte er anhand einer echten Klapperschlangenrassel, dass bei jeder Häutung der Schlange deren Rassel um einen Hornring größer wird. Außerdem gab es Schlangeneier und Schlangenhäute zu bestaunen. Zuerst zögerlich, dann aber immer mutiger waren die Kinder, als Thomas Fricke ihnen eine Königsnatter in die Hände gab: "Und wie fühlt sie sich an?" "Gar nicht glitschig!" "Ganz glatt und warm!" waren die Aussagen der begeisterten Kinder, während die Schlange sich um ihre Arme wand. Am Beispiel dieser Schlange wurde deutlich, dass es sich hier trotz der auffälligen weiß-rot-schwarz-Färbung nicht um eine Giftschlange handelt. Denn auf die Reihenfolge der Farbringe kommt es an: "Trifft weiß auf rot, bedeutet dies den Tod!" wusste Thomas Fricke zu berichten.

Einrichtung Terrarium
Tierpfleger Thomas Fricke erläutert den Kindern die Einrichtung eines Schlangen-Terrariums

Anschließend lernten die Kinder die Besonderheiten der Bauweise und Ausstattung von Terrarien kennen und erfuhren viel Wissenswertes über die Lebensweise und die Ansprüche von Schlangen. Eifrig wurde dann im Wald geeignetes Material gesucht, um das soeben Gelernte in die Tat umzusetzen und ein Terrarium zum "Wohlfühlen" für die Schlangen einzurichten.

kleine Schlange Vorsichtig halten die Kinder eine Königsnatter in den Händen

Der Höhepunkt des Nachmittags war für die Teilnehmer jedoch, als Thomas Fricke einen großen Tigerpython aus dem Terrarium hervorholte. Am Beispiel dieser beeindruckenden Würgeschlange erfuhren die Kinder, dass bei einigen Schlangen die Aftersporne (Zehen mit Krallen) als Überbleibsel der früheren hinteren Gliedmaßen ihrer Echsenvorfahren deutlich erkennbar sind.

in den Terrarienräumen
In den Terrarienräumen der Wildtierstation lauschen die Kinder gespannt den Erläuterungen von Thomas Fricke

 
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