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Uhu Wissenschaftliche Bezeichnung: Bubo bubo Natürliche Verbreitung: Europa, Asien, Nordafrika. Rote Liste ! |
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Die Wildtier- und Artenschutzstation ist dem Uhu in besonderer Weise verbunden. Seit Gründung der Auffangstation (1982)
ziert eine Eule das Emblem des Trägervereins. Jahrelang wurden durch uns gezüchtete Uhus für Wiederansiedlungsprogramme
zur Verfügung gestellt. So freut es uns besonders, dass diese größte einheimische Eule zum Vogel des Jahres 2005 gewählt
wurde. Der Uhu war um 1950 in Deutschland fast ausgestorben. Die heutigen Bestände wurden zum größten Teil durch Nachzucht- und Auswilderungsprogramme geschaffen. Der Uhu ist etwa doppelt so groß wie die häufigere Waldohreule. Männchen werden 63-68 cm groß, Weibchen gar 67-73 cm. Mit einer Spannweite von 160 cm (Männchen) und 170 cm (Weibchen) sind die Vögel recht imponierend. Weibchen werden bis zu 3 kg schwer und sind deutlich schwerer als Männchen. Uhus benötigen zur Jagd und zum Brüten reich gegliederte Landschaften mit offenen und bewaldeten Flächen, die auch im Winter genug Nahrung bieten. Gern leben die Großvögel in der Nähe von Flüssen und Seen. Am liebsten brüten Uhus in Steinbrüchen und im felsigen Gelände, doch können Bruten auch an anderen ungestörten Plätzen stattfinden. Die Jagd findet meistens über offenen oder nur locker bewaldeten Flächen statt. Uhus jagen vom Ansitz aus und im lautlosen Pirschflug. Die Beutetiere werden vorwiegend akustisch lokalisiert. Die Ernährung des Uhus ist sehr vielseitig wie Gewölle- und Beuteanalysen zeigen. Hohen Anteil an der Nahrung haben Igel, Schermäuse, Wildkaninchen, Feldhasen, Nagetiere und Vögel wie Krähen, Tauben und Greifvögel. Uhus werden im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif und führen eine monogame Dauerehe. Im Oktober werden die Reviere abgegrenzt, Die eigentliche Balz findet im Februar / März statt. Die ersten Eier werden meistens im März gelegt; das Gelege besteht aus zwei bis drei Eiern, selten aus vier und ausnahmsweise aus fünf Eiern. Die Eier werden im Abstand von 3-4 Tagen gelegt; Brutbeginn ist mit dem ersten Ei. Die Brutdauer beträgt 34 Tage. Die frischgeschlüpften Jungen wiegen etwa 60 Gramm, wenn sie vier bis fünf Wochen alt sind, verlassen sie nach Möglichkeit den Brutplatz und halten sich in der Umgebung versteckt auf. Nur in Felsnischen bleiben sie bis zur Flugfähigkeit im Nest, das ist nach 9 Wochen der Fall. Die flugfähigen Jungen werden noch weitere drei Monaten von den Altvögeln betreut, bevor sie im September/Oktober selbstständig werden und das elterliche Revier verlassen. Sie streifen nun herum, wandern aber nur durchschnittlich 40 km vom Geburtsort entfernt ab. Die Altvögel bleiben meistens lebenslang in ihren Revieren. Die Sterblichkeit in den ersten Lebensjahren ist wie bei allen Vögeln recht hoch, etwa 46 % der Uhus sterben im ersten Lebensjahr. Fast doppelt so hoch ist die Sterblichkeit der ausgesetzten Uhus. In Gefangenschaft erreichten Uhus schon ein Alter von 28 und 34 Jahren, einmal sind 53 und einmal 68 Jahre verbürgt, in freier Natur sind mindestens 19 Jahre belegt. |
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