Igel

Wissenschaftliche Bezeichnung:
Erinaceus europaeus

Natürliche Verbreitung:
Europa
Der Igel mit seinem dichten Stachelkleid ist ein ziemlich altertümliches Säugetier. Obwohl er verborgen lebt, ist sein Anblick doch jedem vertraut. Er ist zwar ein Dämmerungstier, aber wenig scheu und meidet den Menschen kaum.
Häufig kann man den Igel schon am frühen Abend durch den Garten schlurfen hören. Er scheint sich wenig Mühe zu geben, nicht bemerkt zu werden. Eine übermäßige Vorsicht hat er auch kaum nötig. Wir Menschen lieben ihn seines possierlichen Aussehens und seiner Zutraulichkeit wegen. Gegen tierische Feinde schützt ihn seit Jahrmillionen sein Stachelkleid, das er wie eine riesige Kapuze über den ganzen Körper ziehen kann. Vom Menschen droht dem Igel aber dennoch die größte Gefahr: Jährlich werden auf jedem Kilometer Straße in Deutschland durchschnittlich 9 Igel getötet. Das ist ein gewaltiger Aderlaß, und schon viele Zoologen haben ihm sein baldiges Aussterben vorausgesagt. Doch kommt ihm eine auch vielen anderen Insektenfressern eigene Verhaltensweise zugute. Er ist wenig wanderlustig und bevorzugt es, sich in einem Revier von 200-300 Metern Durchmesser aufzuhalten. Seine maximal nachgewiesene Wanderstrecke liegt bei 2,6 km. So kann man hoffen, daß in Gebieten mit weniger dichtem Straßennetz genügend Igel überleben.