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Aktiv für den Artenschutz / SPD-Fraktion besichtigt Wildtierstation

August 2018: Auf ihrer Sommertour hat die SPD-Kreistagsfraktion mit Landrat Jörg Farr bei Temperaturen um 35 Grad Celsius die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen besichtigt. Dr. Florian Brandes, Stationsleiter und Fachtierarzt für Wildtiere, und Uwe Wolters, Vorsitzender des Trägervereins, haben die Kreispolitiker empfangen und bei einem Rundgang über das etwa 20 Hektar große Gelände, das früher von der Bundeswehr als Munitionsdepot genutzt wurde, über die vielfältige Arbeit informiert und alle Fragen kompetent beantwortet.
"Es ist ein ideales Gelände, es gibt keine Nachbarn, die Tiere können Krach machen", meinte Dr. Brandes. Die Wildtier- und Artenschutzstation ist eine vom Land Niedersachsen anerkannte Auffangstation für Wildtiere. Etwa 2.400 Tiere werden jährlich in der Station aufgenommen. Dabei handelt es sich um rund 2.000 einheimische und etwa 400 exotische Tiere.
Es werden verletzte und verwaiste einheimische Wildtiere aufgenommen und medizinisch versorgt. In der Zeit finden sie eine artgerechte Bleibe für die Zeit bis zur Genesung. Zudem erhält die Station von den Behörden beschlagnahmte Tiere. "Oberstes Ziel ist die Auswilderung der rehabilitierten Tiere - wir sind kein Gnadenhof, die Tiere sollen nicht lebenslang hier bleiben", betont Dr. Brandes. So lässt man zum Beispiel für die Wildkatzen die Türen einfach offen und füttert sie zunächst weiter, solange sie zurückkommen. Das sei besser, als die Tiere mit dem Kescher einzufangen, wegzubringen und die Tiere sich selbst zu überlassen.
Die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen beschäftigt 14 feste Mitarbeiter und kann auf ehrenamtliche Helfer zurückgreifen. Mit dem Land Niedersachsen gibt es einen Vertrag. Finanziell unterstützt wird man von "Aktion Tier". Uwe Wolters dankte auch dem Landkreis Schaumburg für seine finanzielle Unterstützung. Als gemeinnützige Organisation freut man sich auch über Sach- und Geldspenden und kann für Zuwendungen auf Wunsch auch Spendenbescheinigungen ausstellen.
Ein wichtiges Anliegen ist den Verantwortlichen auch die Umweltpädagogik. Man versucht, Kinder und Jugendliche an Tiere und Natur heranzuführen. Es gibt beispielsweise Tümpelaktionen mit Kindern, Aktionstage zum Insektenhotel und eine Igelschule. In Planung ist der Bau eines Schulungsraums, der in einem Jahr fertig sein soll. Wichtig ist auch die Teilnahme an Artenschutzprojekten, so die Haltung und Zucht bedrohter Tierarten für Erhaltungszuchtprogramme und Wiederansiedlungsprojekte wie beispielsweise für den Europäischen Nerz und Steinkäuze.

   


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