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Gefahr durch Stacheldraht

15.01.2016 - Wildtierstation appeliert an Tierhalter und Landwirte überflüssige Stacheldrahtzäune abzubauen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im noch jungen Jahr 2016 hat die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen bereits zwei Pfleglinge aufgenommen, die sich in Stacheldrahtzäunen verfangen und schwer verletzt haben. Ein Mäusebussard hatte Glück im Unglück. Seine Verletzungen im Halsbereich konnte Stationsleiter und Tierarzt Dr. Florian Brandes in einer Operation wieder nähen. Es waren keine lebenswichtigen Organe verletzt und er befindet sich auf dem Weg der Besserung auch wenn ihm das Schlucken noch schwerfällt.

 

Die Verletzungen im Halsbereich dieses Mäusebussards konnten genäht werden. Das Schlucken fälllt ihm noch schwer.

 

 

Weniger Glück hatte die wenige Tage später einglieferte Schleiereule. Sie hatte sich mit dem rechten Flügel derart in dem Stacheldraht verwickelt, dass Blutgefäße und Nerven zerissen waren und der Knochen freilag. Die Eule musste eingeschläfert und so von ihrem Leiden erlöst werden.

 

Auszubildende Lina Steinborn mit einer Schleiereule der nicht mehr geholfen werden konnte. Blutgefäße und Nerven waren gerissen, der Flügelknochen lag frei.


Für große Vögel, besonders Greifvögel und Eulen, stellen Stacheldrahtzäune eine große Gefahr dar. Wenn sie bei schlechten Sichtverhältnissen oder nachts tief über Wiesen fliegen erkennen sie diese oft zu spät und bleiben mit ihren Flügeln darin hängen. Oft sind die Verletzungen so schwerwiegend, dass den Vögeln nicht mehr geholfen werden kann. Da in jedem Jahr einige Greifvögel und Eulen mit solch dramatischen Stacheldrahtverletzungen in der Wildtierstation eingeliefert werden, bitten wir darum Stacheldrahtzäune die nicht mehr benötigt werden abzubauen und auch keine Drahtreste an Feld- und Wiesenrändern liegen zu lassen.


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