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Internationale Schützenhilfe für verflogenen Bartgeier

28.07.2017 - Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich ein Bartgeier aus Südfrankreich auf den Weg nach Norddeutschland gemacht. Nur die Mitarbeiter des französischen Wiederansiedlungsprojektes für diese bedrohte Art haben seinen Zug sorgenvoll beobachtet - und zwar am Bildschirm, denn der Geier trägt einen Sender, der die Koordinaten des Vogels regelmäßig meldet.

Als sich der Aufenthaltsort des Bartgeiers in einem Waldstück bei Eilvese (Neustadt a. Rbge.) nicht mehr verändert, werden verschiedene Naturschutzorganisationen in Deutschland um Hilfe gebeten. So erreichte der Notruf auch die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen (WASS) und die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM). Deren Mitarbeiter Jürgen Müller, Florian Brandes (WASS) und Thomas Brandt (ÖSSM) machten sich gemeinsam sofort auf den Weg. Mit Hilfe der zuletzt gemeldeten Koordinaten konnten sie den völlig durchnässten Geier an einer Lichtung im Wald ausfindig machen und einfangen.

      

Der anhaltende Dauerregen der letzten Tage hatte den Vogel flugunfähig gemacht, so dass er auch keine Nahrung mehr finden konnte. Ohne menschliches Eingreifen wäre er sicherlich verhungert. Nun kann der Bartgeier sich in einer Voliere der Wildtier- und Artenschutzstation erholen, bis er von den französischen Projektmitarbeitern wieder abgeholt wird.

  
Der Bartgeier trägt den Namen Durzon und wurde in einer spanischen Zuchtstation am 28.01.2017 geboren. Ausgewildert wurde er am 02.05.2017 in Les Grands Causes, in den französischen Cevennen. Dort wird er hoffentlich in Kürze wieder seine Kreise ziehen können.


    Unter diesem Link

http://rapaces.lpo.fr/gypaete-grands-causses/le-suivi-des-oiseaux

finden Sie die Lebensgeschichte von Durzon.

 

Durzon auf dem Weg in die Heimat

Am Montag den 31.07.2017 haben Noémie Ziletti und Thierry David, Mitarbeiter des Wiederansiedlungsprojekte Gypconnect (www.gypconnect.fr) den Bartgeier Durzon in der Wildtierstation abgeholt, um ihn in seine Heimat zurückzubringen. „Er hatte Glück im Unglück, gerade in der Nähe der Wildtierstation zu stranden“ zeigte sich Noémie Ziletti erfreut über die gute Unterbringung und Pflege in der Wildtierstation.

Am Mittwoch den 02.08.2017 wurde der Bartgeier in Frankreich wieder in Freiheit entlassen.

  


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