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Kultusminister Grant Hendrik Tonne eröffnet Schulungsraum in der Wildtierstation

15. August 2019: In Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Verwaltung und befreundeter Organisationen hat gestern der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne den Schulungsraum in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen feierlich eröffnet. In seinen Grußworten unterstrich der Minister die Bedeutung außerschulischer Lernorte insbesondere für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Seit ihrem Bestehen in Sachsenhagen hat die Wildtierstation Umweltbildung in diesem Sinne betrieben und kann ihr Angebot mit dem neuen Schulungsraum nun verstärkt ausbauen. Auch der Vorsitzende des Deutschen Wildgehegeverbandes Eckhard Wiesenthal richtete Grußworte an die Gäste und unterstrich die Bedeutung der Umweltpädagogik in Wildparks und Auffangstationen wie sie die Wildtierstation als Mitglied des Verbandes betreibt.

 


Möglich wurde der Bau mit Gesamtkosten von rund 150.000 € durch eine Förderung über das EU-LEADER Programm mit 83.000 €, weiterhin beteiligten sich die Stadt Sachsenhagen mit 30.000 € und der Landkreis Schaumburg mit 15.000 €. Der 1. Vorsitzende der Wildtierstation Uwe Wolters bedankte sich bei allen Förderern und am Bau beteiligten. Der finanzielle und zeitlich gesteckte Zeitrahmen konnten bei der Umsetzung des Projektes punktgenau eingehalten werden.
Die Ausstattung des Schulungsraumes mit Unterrichtsmaterialien wird durch die Stiftung Menschen für Tiere in Form eines Natur- und Tierschutzzimmers gefördert. Simone Schweiger, Tierschutzpädagogin von aktion tier – Menschen für Tiere e.V., erläuterte in welcher Form Unterrricht und Aufklärungsarbeit in solchen Tierschutzzimmern gemacht wird und überreichte das neue Tierschutzzimmer in Form einer Tafel offiziel zur Einweihung.

  

 

Hintergrundinformation:
Wozu ein Schulungsraum in der Wildtierstation?
Die Wildtier- und Artenschutzstation führt seit vielen Jahren Umweltbildung auf dem stationseigenen Gelände durch. Im Rahmen von allgemeinen Stationsführungen, Aktionstagen, Ferienpassaktionen, Naturlehrpfad-Rallyes etc. werden jährlich bis zu 5.000 Personen, über-wiegend Kinder und Jugendliche, über verschiedene Themen zu Natur- und Tierschutz in-formiert.
Neben den in der Auffangstation gepflegten Tieren als lebende Anschauungsobjekte wurden im Laufe der Jahre bereits speziell für die Umweltbildung geplante Strukturen wie ein Natur-lehrpfad  (2007), eine Wiese mit Pavillon (2008) und Besuchertoiletten (2009) für Besucher-gruppen geschaffen.
Bislang fanden alle Aktivitäten auf diesem Gebiet im Sommerhalbjahr statt und konnten bei schlechtem Wetter nur bedingt durchgeführt werden. Um die Umweltbildung erweitern zu können, haben wir eine ehemalige Werkstatt zu einem Raum ausgebaut, in dem man Schul-klassen, Kindergartengruppen u.a. auch wetterunabhängig und im Winterhalbjahr betreuen kann.
Neben der Erweiterung unseres eigenen Angebotes sind bereits Fortbildungen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern geplant.

 


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