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Junger Luchs zurück im Harz

Etwas mehr als zwei Monate war ein junger Luchs aus dem Nationalpark Harz Gast in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen. Nun konnte er wohlbehalten in seine Heimat zurückgebracht werden, wo er im kommenden Frühjahr wieder ausgewildert werden soll.

Anfang November wurde der ca. sechs Monate alte Luchs bei Wolfshagen im Harz eingefangen, nachdem er mehrfach in der Umgebung beobachtet wurde und offensichtlich den Anschluss an seine Mutter verloren hatte. Junge Luchse sind in diesem Alter noch auf die mütterliche Fürsorge angewiesen und können den ersten Winter nicht alleine überleben. So ergab die erste Untersuchung auch, dass das Jungtier stark abgemagert und geschwächt war.

Da die projekteigenen Luchsgehege aufgrund von umfangreichen Baumfällarbeiten gerade nicht genutzt werden konnten, wurde der Jungluchs vorrübergehend in der Wildtierstation untergebracht. Hier wurde er abgeschirmt von Besucherverkehr gehalten, um eine Gewöhnung an Menschen zu verhindern. Mittlerweile hat die weibliche Katze ihr Gewicht nahezu verdoppelt und nach einem  letzten Gesundheitschecks konnte Stationsleiter Dr. Florian Brandes den Luchs nun wieder in den Harz zurückbringen. Dort wurde er von den Mitarbeitern des Luchsprojekt Harz Ole Anders und Lilli Middelhoff in Empfang genommen. Bis zum Frühjahr soll er nun im Gehege weiter heranwachsen, um dann mit Erlangen der Selbstständigkeit wieder in die Natur entlassen zu werden