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Mai 2012

Finnischer Fischadler

Fischadler im Netz verfangen

Aus der Greifvogelstation Moringen im Landkreis Northeim wurde ein leicht verletzter Fischadler in die Wildtierstation Sachsenhagen eingeliefert. Der Vogel hatte sich in einem Netz über Fischteichen verfangen.

Gabi Sindram, Falknerin und Leiterin der Greifvogelstation Moringen, hat den seltenen Greifvogel in die Wildtierstation gebracht, da hier große Volieren vorhanden sind, die dem Vogel ein ausreichendes Flugtraining ermöglichen. Der verletzte Flügel mußte zunächst einige Zeit unter Verband gehalten werden aber nach anschließenden Flugtraining in der Voliere konnte der Vogel in die freie Wildbahn entlassen werden.

Fischadler sind in unseren Breiten Zugvögel, weil sie in den zugefrorenen Gewässern im Winter keine Nahrung finden. Sie verlassen im Herbst ihre Brutgebiete und ziehen über den Mittelmeerraum bis nach Afrika. Ab Ende März kehren sie aus den Überwinterungsgebieten zurück. Der in die Wildtierstation eingelieferte Vogel befand sich offensichtlich gerade auf dem Rückzug nach Nordeuropa, als er sich in dem Netz verfing. Dies ist nicht der erste Fall dieser Art und leider haben solche Unfälle nicht immer einen so glücklichen Ausgang. Oft verenden Vögel qualvoll in den Maschen solcher Netze, die zur Abwehr von Fischfressern wie Graureihern oder Kormoranen über die Fischteiche gespannt werden. Wenn es sich dabei um eine in Deutschland so bedrohte Art wie den Fischadler handelt, ist dies natürlich besonders schmerzlich.